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Wintersport im Einklang mit der Natur

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(Wien, 21. Jänner 2016) Viele haben bereits lange sehnlichst auf den Winter gewartet, jetzt ist er da. Winterparadies und Schneepracht locken Naturliebhaber und Sportler vor die Tür, die verschneiten Landschaften motivieren Skitourengeher zum Gipfelsturm. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass der Wald und die Natur Pflanzen und Tiere beherbergen, für frische Luft, sauberes Wasser und den nachwachsenden Rohstoff Holz sorgen und viele weitere Funktionen erfüllen. Jede Winteraktivität sollte daher nach dem nachhaltigen Motto „Natur nützen, Natur schützen“ erfolgen. 

 

Das Skitourengehen in einer herrlichen Winterlandschaft gilt als besonderes Erlebnis. Als Gast des Waldes sollte man aber immer respektvoll und achtsam mit der kostbaren Ressource Natur umgehen. „Zum Schutz der Tiere und der Pflanzen, aber auch aus sicherheitstechnischen Gründen sind beim Wintersport vorrangig gekennzeichnete Routen zu nutzen. Mit rücksichts- und verantwortungsvollem Verhalten gegenüber Wald und Wildtieren schützt jeder den Wald und seine Vielfalt“, macht DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, auf die sensible Natur aufmerksam: „Respekt, Achtsamkeit und Fairness gehören zu den Grundprinzipien bei jeder Aktivität in der Natur. Winterspaß im Einklang mit Flora und Fauna ist gelebter Natur- und Tierschutz.“
Störungen für Wildtiere lebensgefährlich
Skitourengeher bewegen sich im Lebensraum vieler Alpentiere, die im Winter besonders sensibel auf Störungen reagieren. „Wild lebende Tiere sind in der kalten Jahreszeit massiven Belastungen ausgesetzt“, erklärt Montecuccoli. „Die eisigen Temperaturen und die schwierige Nahrungssuche stellen sie vor erhebliche Probleme. Werden die Tiere gestört, flüchten sie. Das Fliehen kostet enorme Kraft, das Wild verbraucht viel mehr Energie als sonst. Diesen erhöhten Verlust können sie oft nicht mehr ausgleichen, weil sie nicht die nötige Nahrung finden.“ Um die kalte Jahreszeit zu überleben, benötigen die Tiere daher Ruhe. Werden sie vertrieben, können sie zudem Schaden im Wald anrichten, zum Beispiel Bäume und Jungpflanzen beschädigen. Das wiederum führt dazu, dass ein geschädigter Schutzwald nicht mehr ausreichend vor Lawinen schützt. Die Tourengeher sollten daher zum Schutz von Wald und Tieren markierte Routen nicht verlassen und auf Wildruhe- und Fütterungszonen Rücksicht nehmen. Besonders morgens und abends suchen Wildtiere Nahrung. Indem auf sportliche Aktivitäten während der Dämmerung verzichtet wird, überlässt man ihnen diese lebenswichtigen Zeiten.
Gekennzeichnete Strecken schützen Natur
Die Bevölkerung darf den Wald zur Erholung betreten, das Skitourengehen wird als Erholungsaktivität respektiert. Um allerdings das ökologische Gleichgewicht des Waldes mit all seinen Leistungen zu wahren, gibt es dabei klare gesetzliche Grenzen. Um die Baumkulturen zu schützen, ist das Betreten und Befahren von Jungwäldern nicht erlaubt. Bäume und deren Wurzeln und Äste dürfen nicht beschädigt werden. Durch unvorsichtiges Abfahren können Skitourengeher große Schäden an Jungwäldern und Aufforstungsflächen anrichten. Durch die scharfen Skikanten werden die jungen Pflanzen regelrecht geköpft. Dadurch verkrüppeln die Bäume und werden schneller von Pilzen befallen. Sind die Schäden an der
Pflanzendecke massiv, kann wiederum auch die Schutzfunktion des Waldes verloren gehen. „Jungwälder erkennt man daran, dass die Bäume nicht höher als drei Meter sind. Da bei Schneelage die Höhe der Bäume und somit das Erkennen der Jungwälder schwierig ist, gibt es häufig Schilder, die auf sensible Flächen hinweisen. Wenn Sie diese Schilder als Tourengeher ernst nehmen und auf gekennzeichneten Strecken bleiben, schützen Sie die jungen Waldkulturen als auch das Wild. Eine vorausschauende Tourenplanung im Rahmen der ausgewiesenen Routen ist zudem im Sicherheitsinteresse sowohl der aktiven Skitourengeher als auch aller anderen, die in der Region unterwegs sind. Denn Lawinen sind ein hohes Risiko im alpinen Bereich“, appelliert Präsident Montecuccoli abschließend an die Wintersportler.
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